Noch ist alles kahl

 . 02.05.2016 .

Bei unserer Ankunft Anfang Mai scheint die Insel noch im Winterschlaf zu liegen. Alle Bäume sind kahl, nicht einmal Windrauschen stört die tiefe Stille. Die einzigen Farbtupfer sind die roten Häuser und leuchtende Blausternchen.

Und dann kommt der Frühling

. 05.-09.05.2016 .

Strahlender Sonnenschein von den frühen Morgenstunden bis zum späten Abend lassen in nur einer Woche überall das Grün hervorspriessen.

Die erste Schwalbe ist aus ihrem Winterquartier zurückgekehrt, setzt sich auf die alte Telefonleitung und schmettert aus Leibeskräften ihr Lied. Nun macht eine Schwalbe noch keinen Sommer…

Aber am nächsten Tag ist sie schon nicht mehr alleine, immer mehr der flinken Flieger treffen auf der Insel ein. Innert weniger Tage gesellen sich zu den Schwalben alle Arten von Singvögeln. Verschiedenste Vogelgesänge vertreiben die Stille, bald hört es sich an wie in einem Tropenhaus. Auch in der Nacht ist es nicht mehr ruhig, klar trällern die Nachtigallen, die Uhus rufen.

19.05.-01.06.2016

Die Kuhherde, welche den Sommer auf der Insel verbringen wird, trifft ein. Wo die Kühe nicht gleich alles wegfressen, breitet sich ein Blütenteppich aus weissen wilden Möhren und gelben Butterblumen aus. Das tagelang still daliegende Meer bedeckt derweil ein Teppich aus Blütenpollen der Wachholdersträucher.

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