Dielenboden freilegen

. Ende Mai 2016 .

Noch wissen wir nicht, was sich unter den Kunststoffböden mit Holzimitatdruck befindet. Sehr gerne hätten wir stattdessen echte Holzböden. Aber wenn wir neue Dielen verlegen müssen, wird das ganze wahrscheinlich zu aufwändig. Vorsichtig heben wir an einigen Stellen die Bodenbeläge an – und es sieht gut aus: Unter den Kunststoffbahnen kommen Faserplatten zum Vorschein und nochmals darunter Dielenbretter. Dass wir wirklich Glück haben mit den Böden, können wir erst sehen, nachdem Miikka schliesslich die ganzen Flächen freigelegt hat. Der Holzboden ist einheitlich, ziemlich eben und kaum geflickt.

Die Dielen sind sicher nicht so alt wie das Gebäude, sonst wären sie breiter und unregelmässiger. Vermutlich wurde irgendwann, beim Umbau in den 1970ern, der abgenutzte alte Dielenboden durch neue Bretter ersetzt und darüber besagter Kunststoffboden auf Faserplatten verlegt. Bestimmt waren die Bewohner froh, endlich einen modernen, beständigen, Wind- und Maus-dichten Boden zu haben. Als Sommergäste sind wir freier von diesen rein praktischen Gesichtspunkten. Und wir sind froh, den seltsamen Geruch los zu werden, den die Verklebung der Bodenbahnen ausströmt.

Schleifen

. Ende Juni – Anfang Juli .

Eigentlich bräuchte man für das Bodenschleifen richtig grosse Schleifmaschinen. Der Transport einer Mietmaschine ist uns aber einfach zu kompliziert. Ausserdem haben wir uns entschieden, den Boden deckend zu lackieren, was einiges geringere Ansprüche an den Schliff stellt, als wenn man ihn ölen oder klar lackieren würde. Eine solche Naturholzoberfläche wäre zwar schön. Aber da siegen dann doch wieder praktische Argumente: Das weiche Nadelholz wäre geölt oder auch klar lackiert einiges anfälliger und damit für eine Ferienhausnutzung weniger geeignet. Deckend in einer hellen Farbe lackierte Böden sind zudem typisch für nordische Holzhäuser. Der Bodenlack überdeckt gutmütig auch grössere Unebenheiten und ist, einmal ausgehärtet, ausgesprochen schlagfest und feuchteresistent.

Miikka schleift also die Böden mit der kleinen Handschleifmaschine. Ziemlich mühsam, aber es geht, da die Oberfläche nicht völlig eben und glatt werden muss. Die Dielen im Saal und in der Küche sind sägeroh und unbehandelt. Der Schlafzimmerboden hat zum Glück nur eine kleine Fläche, denn hier ist der Boden beschichtet und die Schleifscheiben verkleben rasch. In allzu grosse Spalte zwischen den Brettern schlägt Miikka dreickförmige Leisten, die er dann überschleift. Da der feine Schleifstaub alles bedeckt und überall eindringt, macht es Sinn, diese Arbeit vor den anderen Renovationsarbeiten zu machen.

Lackieren

 . Mitte Juli .

Imma trägt die dickflüssige Bodenfarbe mit einem Pinsel auf die geschliffenen Böden auf. Die Farbe verfliesst nach dem Auftragen zu einer geschlossenen Oberfläche. Die auch nach dem Schleifen ziemlich rauhe Oberfläche der Bretter bildet sich durch den Lack hindurch ab. Wirkt aber gar nicht schlecht, „echter“ als eine ganz glatte Fläche. Nun darf zwei Wochen lang keiner mehr ins Zimmer. So lange braucht die Farbe um richtig auszuhärten.

 Fussleisten

. Ende Juli .

Fehlen nur noch die Fussleisten, die die Anschlussstelle von Boden und Wand überdecken. Marijana entnagelt die brauchbaren alten Fussleisten und schleift sie mit Unterstützung von André an, rauht also den alten Anstrich auf. Einige Stücke müssen neu zugeschnitten werden, natürlich auf Gehrung. Dann grundieren, zweimal streichen und nach dem Tapezieren wieder montieren.

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